Protectelast in 5 Minuten oder 4 Schritten zur dauerhaft dichten Fuge, kehren, aufkleben, montieren, fertig

Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis der iBMB-MPA Braunschweig

Prüfzeugnis Nummer:

P-5238/3516 MPA-BS
Gegenstand: protectelast® - Hochleistungs-Dichtband
Verwendungszweck: Abdichtungsband zur Abdichtung von Betonfertigteilstößen an Bauteilen aus wasserundurchlässigem Beton (Normalentflammbare Fugenabdichtung für Bauteile aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand gegen drückendes und nicht drückendes Wasser und gegen Bodenfeuchtigkeit gemäß Bauregelliste A, Teil 2, Lfd. Nr. 1.4)
Antragsteller: Protectelast SA Tödistrasse 48 Postfach 613 CH 88127 Horgen
Ausstellungsdatum 09.02.2007
Geltungsdauer bis: 08.02.2010

1        Gegenstand und Verwendungsbereich

1.1 Gegenstand
Bei dem „protectelast® Hochleistungs-Dichtband" handelt es sich um ein schwarzes Abdichtungs­band auf Basis von additionsvernetzten Silikongelen. Das Abdichtungsband wird mit Quadratprofil mit den Abmessungen von 20 mm x 20 mm (Breite x Höhe) hergestellt.

1.2 Verwendungsbereich
Das normalentflammbare Abdichtungsband ist der Bauregelliste A, Teil 2, Lfd. Nr. 1.4 in der jeweils gültigen Fassung zuzuordnen und dient der Abdichtung von Betonfertigteilstößen für Bauwerksabdichtungen gegen drückendes und nicht drückendes Wasser und gegen Bodenfeuchtigkeit im Sinne der DIN 18195.
Das Abdichtungsband ist grundsätzlich gemäß den Angaben unter 2.3 (Ausführung) einzubauen. Die Eintauchtiefe im Wasser darf 5 m nicht überschreiten.
Die Abdichtung beruht auf der Stauchung, des zwischen den erhärteten Betonoberflächen befindlichen protectelast® Abdichtungsbandes, auf eine Höhe von <=4,0 mm ( >=80 %). Stauchung).

2        Anforderungen an das Abdichtungssystem (Bauprodukt)

2.1 Zusammensetzung, Eigenschaften und Kennwerte
Das Bauprodukt weist die in Anlage 1 und 2 aufgeführten Eigenschaften auf. Der Nachweis der Gebrauchstauglichkeit des Abdichtungsbandes wurde durch einen Bauteilversuch im Hause der Materialprüfanstalt Braunschweig nach dem Zusammenpressen des Abdichtungsbandes (Stauchung 80%) und einer anschließenden Aufweitung der Fuge um 0,25 mm nachgewiesen (siehe Untersuchungsbericht Nr. 5238/3536 - Pan vom 09.02.2007). Das Versuchsprogramm orientierte sich dabei an den Vorgaben des Arbeitskreises „Erteilung allgemeiner bauaufsichtlicher Prüfzeugnisse für Produkte nach Bauregelliste A Teil 2, lfd. Nr. 1.4" beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin.

2.2 Verpackung, Transport, Lagerung und Kennzeichnung
Das Abdichtungsband, das einseitig mit einer Folie als Schutzschicht versehen ist und wird in Kartons verpackt. Transport und Lagerung müssen so erfolgen, dass das Bauprodukt weder verformt noch beschädigt wird.
Das Bauprodukt (Verpackung) ist mit der Produktbezeichnung, dem Übereinstimmungszeichen (siehe Abschnitt 4), Name des Herstellers, Herstelldatum, ggf. Kennzeichnung n sowie der Chargennummer und Haltbarkeits- oder Verfallsdatum zu kennzeichnen.

2.3 Ausführung
Für die Ausführung und Einbauarbeiten gilt die Verlegeanleitung des Herstellers (Anlage 3).
Die vom Hersteller stammenden Angaben wurden hinsichtlich Widerspruchsfreiheit zu den Ergebnissen der Grundprüfung bzw. auf Plausibilität überprüft.
Insbesondere ist darauf zu achten, dass die abzudichtenden Bauteile eben sind und das Abdichtungsband auf eine Höhe von <= 4,0 mm (>=80 % Stauchung) zusammengepresst wird.

3        Übereinstimmungsnachweis 3.1 Allgemeines
Die Bestätigung der Übereinstimmung des „protectelast® Hochleistungs-Dichtband" mit den Bestimmungen in diesem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis muss für jedes Herstellwerk mit einer Übereinstimmungserklärung des Herstellers (ÜHP) auf der Grundlage einer werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) und einer Überprüfung des Produktes vor Bestätigung der Übereinstimmung (Erstprüfung) durch eine hierfür anerkannte Prüfstelle erfolgen.
3.2 Erstprüfung des Bauproduktes durch eine anerkannte Prüfstelle
Die Erstprüfung des Produktes entfällt, da die Prüfungen für das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis an Produkten aus der laufenden Produktion (aus dem Lagerbestand) durchgeführt wurden.


3.3 Werkseigene Produktionskontrolle (WPK)
Im Herstellwerk ist gemäß DIN 18200 eine werkseigene Produktionskontrolle (WPK) einzurichten und durchzuführen.
Im Rahmen der WPK sind die Prüfungen nach Tabelle 1 vorzunehmen. Dabei dürfen die Prüfwerte maximal um die dort angegebenen Toleranzen von den Bezugswerten abweichen.
Die Ergebnisse der WPK werden vom Hersteller aufgezeichnet und ausgewertet. Die Aufzeichnungen müssen mindestens folgende Angaben enthalten:

• Bezeichnung des Produktes

• Art der Überwachung

• Datum der Herstellung und der Prüfung

• Ergebnis der Überwachungen und Vergleich mit den Anforderungen

• Unterschrift der für die WPK verantwortlichen Person

Die Aufzeichnungen müssen mindestens fünf Jahre aufbewahrt werden und sind auf Verlagen vorzulegen.

Bei ungenügenden Überwachungsergebnissen müssen vom Hersteller unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen zur Abstellung des Mangels getroffen werden. Bauprodukte, die den Anforderungen nicht entsprechen, müssen so gehandhabt werden, dass Verwechslungen mit übereinstimmenden, mängelfreien Bauprodukten ausgeschlossen werden. Nach Abstellung des Mangels wird – soweit zum Nachweis der Mängelbeseitigung erforderlich – die betreffende Prüfung wiederholt.
Tabelle 1: Art und Häufigkeit der im Rahmen der WPK durchzuführenden Prüfungen

Eigenschaften

Prüfbedingungen

Anforderungen

Häufigkeit

Kontrolle der
Ausgangsmaterialien

Herstellererklärungen
oder geeignete
Prüfungen

kein Hinweis auf Veränderungen

je Liefercharge

Allgemeine
Beschaffenheit

(Visuell)

kein Hinweis auf Veränderungen

je Charge

Geometrie

-

Höhe 20 mm ± 5 %
Breite 20 mm ± 5 "Yo

je Charge

Dichte

DIN EN ISO 1183-1

1,03 g/cm3 ± 3 %

je Charge

Thermogravimetrische
Analyse

siehe Anlage 2

kein Hinweis auf Veränderungen
Masseverlust: 64,9 M.-% ± 5 `3/0

je Charge

Infrarotspektrum

siehe Anlage 2

kein Hinweis auf Veränderungen in
der Zusammensetzung

je Charge

Zugfestigkeit

siehe Anlage 2
(Normklima 23/50)

64 k Pa ± 10 %

1 x jährlich

 

4       Übereinstimmungszeichen
Die Bauprodukte des Abdichtungssystems oder deren Verpackungen müssen vom Hersteller mit dem Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) nach der Übereinstimmungszeichen-Verordnung der Länder gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung darf nur erfolgen, wenn die Voraussetzungen nach Abschnitt 3 erfüllt sind.

 

5       Rechtsgrundlage

Dieses allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis wird aufgrund der §§ 25a ff der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) in der Fassung vom 10.02.2003 (Nds. GVBI. S. 89), geändert durch Artikel I des Gesetzes vom 05.11.2004 (Nds. GVBI. S. 404) in Verbindung mit der Bauregelliste A, Teil 2, lfd. Nr. 1.4 erteilt.

 

6        Allgemeine Hinweise
6.1

Das allgemeine bauaufsichtliche (baurechtliche) Prüfzeugnis ersetzt nicht die für die Durchführung von Bauvorhaben gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungen, Zustimmungen und Bescheinigungen.

6.2

Das allgemeine bauaufsichtliche (baurechtliche) Prüfzeugnis wird unbeschadet der Rechte Dritter, insbesondere privater Schutzrechte, erteilt.

6.3

Der Unternehmer hat das allgemeine bauaufsichtliche (baurechtliche) Prüfzeugnis einschließlich der Angaben zur Ausführung (Ausführungsanweisung) auf der Baustelle bereitzuhalten.

6.4

Das allgemeine bauaufsichtliche (baurechtliche) Prüfzeugnis darf nur vollständig vervielfältigt werden. Eine auszugsweise Veröffentlichung bedarf der Zustimmung der erteilenden Prüfstelle. Texte und Zeichnungen von Werbeschriften dürfen dem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis nicht widersprechen. Übersetzungen des allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses müssen den Hinweis „Von der Materialprüfanstalt für das Bauwesen in Braunschweig nicht geprüfte Übersetzung der deutschen Originalfassung" enthalten.


6.5

Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis wird widerruflich erteilt. Die Bestimmungen des allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses können nachträglich ergänzt und geändert werden, insbesondere, wenn neue technische Erkenntnisse dies erfordern.

Braunschweig, den 09.02.07

 

 

 

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